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10 Dinge – die wir nicht mit unserem Hund tun sollten

Nachdem unser Artikel 13 Tatsachen die wirklich nur Hundebesitzer verstehe & 8 dinge die Hunde gar nicht toll an uns finden so gut bei euch angekommen sind und ich viel positives Feedback bekommen haben, möchten ich diese Reihe etwas ausbauen. Heute mit dem Thema: 10 Dinge, die wir mit unserem Hund nicht tun sollten. Diese Dinge beruhen jedoch vor allen auf den  Erfahrungen meiner Arbeit. (Subjektive Meinung)

Täglich beobachte ich, egal ob in der Stadt, im Wald oder ob ich in ganz alltäglichen Situationen unterwegs bin, Menschen die ihren Hunden Dinge antun, wo ich mich stets frage: Ob das jetzt das Beste war für den 4 Beiner?

Mir tut es weh, zu sehen, dass es immer noch Hundehalter gibt, die die Bedürfnisse Ihrer Hunde oft nicht selber einschätzen können, aus mangelnden Wissen oder Bereitschaft ihr Wissen zu vertiefen. Einen Hund zu halten, ist ja total einfach. Leider falsch. Eine gute Hund-Mensch Beziehung lebt von Vertrauen, Führung, Verständnis, richtiger Kommunikation und die Erkenntnis, dass ein Hund ein Hund ist (in meinen Augen). Kein Spielzeug, Anziehpuppe oder Dings Bums. Einen Hund zu erziehen und die perfekte Balance für beide zu finden, ist daher alles andere als einfach.

Was wir nicht mit unserem Hund machen sollten ….

…wir sollten ihn nicht ständig umarmen //

Ja, das ist eine Tatsache. Wir umarmen unseren Hund einfach sehr gerne. Um ihnen unsere Liebe zu zeigen. Doch eine Umarmung ist ein „Menschliches“ Verhalten, kein hündisches Verhalten.

Unsere Hunde dulden es von uns. Warum? Weil sie uns lieben. Grade auf Instagram sehe ich immer wieder Selfie Bilder von Hund und Halter. Was man sehen kann, ist ein Hund, der die Augen weit aufreißt, den Kopf wegdreht, und/oder die Ohren zurücklegt. Das sind alles Anzeichen einer Beschwichtigung, also die bitte von unserem Hund: lass es doch einfach sein.

Auch das schlecken im Gesicht was viele Hunde machen, wenn der Mensch seinen Hund umarmt ist kein Liebesbeweis, es ist eine Beschwichtigung aufzuhören. Wir interpretieren es jedoch immer als Zeichen, dass der Hund das gut findet. Natürlich bestimmen ausnahmen die Regel, es gibt einige Hunde, die sich schlichtweg daran gewöhnt haben. Doch lieben Tun es Hunde nicht, im Gegenteil.

…wir sollten nicht immer stehen bleiben //

Eine unangenehme Situation tritt ein. Radfahrer, Jogger oder ein anderer Hund kann für viele Hunde stress bedeutet. Was ich oft beobachte, ist, dass die Leute mit ihrem Hund dann stehen bleiben- eine Methode, keine Frage. Enge Wege und schnelle Radfahrer zwingen einen dazu mehr anchsicht zu zeigen, als sie selber. Nun kann die Kommunikation aber auch bedeuten – „hier passiert grade etwas, schau genau hin, wir müssen stehen bleiben“ und es kann den Hund nervös machen. Wäre es nicht viel cooler, wenn ich mit meinem Hund einfach weiterlaufen kann, ohne  das „Objekt“  zu beachtet?

Ich gebe zu, wenn gefühlt 40 Radfahrer auf uns zufahren, bin ich mit dem weiterlaufen auch hemmend. Doch auch da, mache ich einfach kleine Tippelschritte. Bewegung nimmt Stress. Ich bleibe mit Vela immer in Bewegung, so mache ich unangenehme Situation so kurz wie nur möglich. Ich schenke der „Gefahr“ so wenig Aufmerksamkeit, wie ich kann. So vermittle ich Vela – das brauch uns nicht zu interessieren. Du und ich laufen einfach weiter, genau wie eben, bevor sie kamen.

…Die Leine immer kürzer nehmen //

Treffe ich andere Hunde, beobachte ich immer das Phänomen der „5 Zentimeter“ Leine. Hier kommt wieder mein Lieblingsspruch – Druck erzeugt Gegendruck. Die Leine kürzer und kürzer zu nehmen, bringt in den wenigsten bis keiner Situation etwas. Kann der Hund nicht mehr kommunizieren, kann die Situation dadurch sogar noch wesentlich verschlimmert werden als diese eh schon ist.

Der Hund fühlt sich eingeengt und verunsichert. Der Halter setzt seinen Hund dadurch auch zusätzlich unter Druck. Da auch der Hund merkt, dass die Leine kürzer wird und es für ihn quasi kein Entkommen gibt. In solchen Situationen können „längere leinen“ die ganze Situation klären und sei es nur ein paar Zentimeter. Es sollte mit dem Hund daran gearbeitet werden, in derartige Situationen mit Vertrauen entgegenzugehen, das schafft man nur durch das richtige Training. Körpersprache ist hier mein zauberwort. Dann ist dieses Phanomän 5cm Leine gar nicht nötig.

Komme ich mit Vela in eine blöde Situation, laufe ich mit ihr so, dass ich zwischen zum Beispiel dem anderen Hund und ihr bin – so kann ich Körpersprache agieren und sie richtig führen und ihr Kommunizieren, das sie nicht bellen, schnappen oder austicken soll. Dazu gehört auch, dass ich sie körpersprachlich einschränke und das mit ihr kommuniziere. Die Sprache der Hunde ist nun mal Körpersprache. So vermittel ich ihr, was ich möchte – bei einer „5 Zentimeter“ Leine verbessere ich die Kommunikation nicht – denn was soll es dem Hund damit vermitteln?

Ich bringe, selbst auf dem kleinen weg den maximalen Abstand zwischen die Situation und meinem Hund und behalte die Kontrolle.

…Sie beim Essen oder Schlafen stören //

Wir Menschen haben immer gerne die Kontrolle, das beweisen wir Zugern, wenn unser Hund sich mal anderen Dingen zuwendet. Grade beim Schlafen stören wir gerne unsere Hunde. Sie schlummern genüsslich auf dem Sofa und wir streicheln sie. Die Hunde finden das alles andere als geil. Sie fühlen sich belästigt und gestört oft beobachten man, dass sie einem die Hand schleckten auch hier – das ist kein Zeichen von zuneigen, sondern die bitte aufzuhören. Auch zu viel Stress beim Essen, kann schlimme Folgen haben. Vela hatten am Anfang ihren Napf in der Küche. Hier herrscht immer viel leben bei uns und sie konnte nie richtig in Ruhe essen. Was zur Folge hatte, dass sie aufhörte zu essen. Ich verlagerte also ihren Platz dorthin wo wirklich nur sie hindarf und wo sie wirklich keiner stört und kein „Durchgangsverkehr herrscht“.

…Sie bestrafen nach Stunden und überhaupt //

Einige kennen meine Artikel und ich halte nichts von aktiver Bestrafung – also einen negativen Reiz hinzufügen. Wie zum Beispiel eine schlag, Wasserspritze oder wie dieser schreckliche tv Trainer die Nagelflasche! Ein harmonisches Zusammenleben beruht in meinen Augen auf vertrauen. Das verschaffe ich mir nicht durch aktive negative Bestrafung, sondern durch positive Bestätigung. Grade wenn der Hund für eine Zeit allein zuhause ist und etwas verstört hat, bestrafen die Menschen oft ihre Hunde auch noch Stunden danach. Das ist eins der schlimmste Dinge, die man seinem Hund antun kann. Der Hund verknüpft das Ereignis, der zum Beispiel zerstörten Fernbedienung nicht mit der Bestrafung nach Stunden. Ein Hund ist Neuwissenschaftlich nciht in der Lage nach Stunden eine Situationen mit einem bestimmtes ereigniss zu verknüpfen.

Ihr kommt also nach Hause, euer Hund freut sich, springt vielleicht hoch und dreht sich, ihr bestraft ihn als ihr merkt etwas ist Kaputt. Was verknüpft der Hund nun? Genau, er verknüpft die Freude über euer heimkommen mit der Bestrafung. Ich weiß es fällt schwer und ich kann ein Lied davon singen. Schuhe, Fernbedienungen, PS Controller, Wäschekörbe. Am Anfang ist alles Vela zum Opfer gefallen. Doch als ich dieser Situation keine Beachtung mehr schenke und es einfach wegräumte, war das unsere Art der Bestrafung. In der Hunde- und Wolfswelt ist das Ignorieren die höchste Form der „Verachtung“. Also schlucke ich mein Ärger runter, räumte es weg und machte einfach weiter. Nach ein paar Wochen war das Thema gegessen. Natürlich gibt es hier ausnahmen vor allen starke Rassen wie Siberian Husky und Co. Können äußerst stur sein und durchhalte vermögen beweisen. Warum? Weil sie die Sprache der Hunde sehr deutlich sprechen können.

…Sie vermenschlichen //

Das ist etwas, was unmöglich ist. Für uns alle. Wir sind nun mal Menschen und alles andere als perfekt. Oft verlangen wir aber Perfektion von unserem Hund und lassen keinen Raum für Hundeverhalten oder gar Fehler. Grade als Velas hochphase der Aggressionen kam, hatte ich keinen Spielraum für Fehler zugelassen. Ich versuchte, noch mehr zu arbeiten – das ist typisch Mensch. Das setzte uns beide mehr wie unter Druck und wurde immer schlimmer. Also haben wir uns entschleunigt – langsam gemacht. Erst mal 5 Schritte zurück und dann langsam, kleine halbe Schritte gemacht. Ein Problem wurde erkannt? Dann erst einmal Ruhe reinbringen, nicht gleich mit 200 PS nach vorne sprinten. Über die Vermenschlichung kann man einen ganzen Blog schreiben. Vom Anziehen der Hunde bis zur Kommunikation.

…Sie verbal zu texten //

Auch in anderen Artikel habe ich das schon beschrieben. Ich wiederhole es jedoch gerne wie eine kaputte Schalplatte, weil es in meine Augen auch so schrecklich wichtig ist. Was soll der Hund denn sagen, wenn er gefragt wird „was soll das denn jetzt?“ Was wird erwartet? Körpersprache ist das Zauberwort- die Sprache der Hunde. Jeder der einen Hund hat, sollte eigentlich in der Lage sein körpersprachlich zu agieren in meinen Augen. Einmal, um seinen Hund zu führen, um seinen Hund lesen zu können und vor allem um selber mit ihm zu kommunizieren. Texten wir unseren Hund jedoch zu, kann er sehr gut auf Durchzug schalten und wichtige Dinge, wie zum Beispiel Signale gehen wie durch ein Sieb verloren – also bringen wir selber unseren Hund dazu nicht zuzuhören.

…Zum falschen Zeitpunkt loben //

Grade wir Frauen sind super darin. Immer und immer unseren Hund zu loben, ihm viel Liebe und Zuneigung zu geben. Ein Hund kann nicht richtig lernen, was nun richtig oder falsch ist, wenn wir ihn mit Lob überschütten. Außerdem ist es bald für den Hund nichts Besonderes mehr oder verliert schlicht weg die Lust daran belohnt zu werden. Lob sollte etwas tolles sein. Es besteht vor allen aus Timing, dem Zeitpunkt zu erwischen, in dem Moment positiv zu bestätigen, wo der Hund etwas gut gemacht hat und nicht danach. Der Klassiker ist das „Sitz“. Wann sollte man einen Hund loben. Genau! Wenn er sitzt. Verpasst man aber den Moment und lobt, wenn der Hund aufgestanden ist, verknüpfter die Belohnung mit dem Aufstehen. Gut zu sehen ist das bei Hunden die sich beim Signal „Sitz“ nur ganz kurz hinsetzten und sofort wieder aufstehen. Sie denken, es ist einfach richtig so.

…ihn ständig neue Erziehungsmethoden verkaufen //

Was machen Menschen gerne, wenn etwas nicht klappt? Genau. Sie versuchen etwas anderes. Training bei Hunden lebt von Wiederholungen und der Beständigkeit. Man sollte sich auf eine Methode festlegen. Natürlich sollte man ein Training wählen, was für das Hund-Mensch Team am besten zum Charakter & lernverhalten passt. Hier kann und sollte man sich und seinen Hund natürlich ausprobieren – doch auch festlegen. Es sollte vermieden werden, viele verschieden Methoden auszuprobieren und immer hin und her zu springen. Ein Hund lernt durch Wiederholungen, gutem Aufbau und profitiert von der Geduld und positiven Bestätigung des Halters. Wichtig hier, vergleicht nicht eure Hunde. Wer jetzt was schneller gelernt hat. Jeder Hund hat ein anderes Lerntempo und eine andere Auffassungsgabe.

…Sie nicht beim „Geschäft machen“ also Klartext beim #scheißen fotografieren.

Auch wieder etwas, was ich auf Instagram immer wieder beobachte. Leute jetzt mal ernsthaft? Sollen wir mal von euch ein Foto dabei machen und es online stellen? Gönnt eurem 4 Beiner auch etwas Privatsphäre. Die ist wichtig!! Viele Hunde gehen, um ihr Geschäft zu machen, etwas weiter in den Wald. Da auch Hunde  mal einen Moment für sich brauchen. Sei es nur in dieser Situation.

Wenn ihr mehr über die Kommunikation von Hunden wissen möchtet, ihre Mimik, Körpersprache und Ausdrucksverhalten schaut auch in unseren Artikel >>> Hundeverhalten: Mimik, Körpersprache und Verständigung plus Buchvorstellung vorbei.

 

 

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18 Kommentare

  1. Yvo sagt

    Da ich ja neuer Stalker des Blogs bin und hier etlich auf zu holen habe, mache ich doch hier gleich mal weiter.

    Hallo erstmal!
    Toller Beitrag, wie so oft.

    Ich würde gern den Block mit dem stehen bleiben und dem kürzer nehmen etwas zusammenfassen. Meiner Erfahrung nach kann es was bringen. Meine Fellnase war anfangs hauptsächlich auf Hunde fixiert oder aber Menschen. Was gerade da war. Nicht aggressiv, glücklicherweise, aber alles ist ja sooooo interessant. Also fing ich an, dass ich eben kürzer nahm (sie hing natürlich nicht im Halsband, aber sie musste „Fuß“ gehen und strammen Schrittes vorbei ging, da Madame ansonsten das Wesen herzlich begrüßt hätte – was ja auch nicht jedem beliebt. Nachdem das dann saß, ging es auch mit lockerer Leine – meistens. Zwischen durch, je nach meiner Verfassung (Unsicherheit usw.) oder Situation / ihr Stresslevel, habe ich sie auch mal abgesetzt und abgelenkt. Leckerli auf dem Boden suchen lassen. Stups geübt. Kleinigkeiten, die sie und mich ablenkten und den Stresslevel senkten. Inzwischen brauchen wir das höchstens noch bei Hundebegegnungen im Freilauf, wenn ich zu faul bin zum anleinen und das Herrchen/ Frauchen an der Leine führt oder keine Konfrontation wünscht.
    Prinzipiell stimme ich aber zu, dass salopp weiterlaufen die meist beste Variante ist.

    Das mit dem Schlecken hat mich dann doch zu einer kleinen Feldstudie geführt. Madame macht das furchtbar gerne. Außen vor habe ich genommen: Wenn ich am Kochen war bzw. frisch etwas essbares in der Hand – oder im Mund – hatte.
    Es traten folgende Situationen ein:
    – Madame döse (nicht schlafen, ich habe darauf geachtet), ich setzte mich dazu und kraulte. Sie schleckte. Ich hörte auf. Sie drückte sich noch fester an mich und drückte ihre Kopf Richtung Hand.
    – Madame kam zur morgendlichen Begrüßung ans Bett, ich kraulte – wie immer – sie schleckte, ich hörte auf. Sie führte ohne Aufforderung „winken“ aus und drückte den Kopf in die Hand, die noch aus dem Bett hin.
    – Ich ziehe Schuhe an zum Gassi gehen, Madame kommt freudig an, weil sie ja weiß was kommt und einmal die Zunge quer durch’s Gesicht.
    – Wir kommen heim, Hund begrüßt erst mal alle: Hochspringen, wenn Mensch niedrig genug wird Gesicht geputzt, ansonsten die Hände die den hüpfenden Hund abfangen.
    Natürlich gab es auch Situationen wo ich ganz klar sagen würde „Okay, sie möchte das nicht“, aber prinzipiell schien es eher von ihr aus zu kommen. Oft habe ich auch schon gelesen, dass der Hund dann Hunger hätte. Heißt das jetzt, dass mein Hund hungern muss?
    …aber mal ehrlich…. woran könnte es liegen? Könnte es sein, dass sie quasi darauf konditioniert ist, weil ja alle immer sagen „ooooh, wie süß“?

    Ansonsten unterschreibe ich alles so, zumindest von meiner Sicht aus. 🙂
    Bevor ich hier noch einen (noch) längeren Roman hinterlasse.
    Viele liebe Grüße,
    Yvo und Fellnase Kathy

    • FrauVela sagt

      Hallo ihr 2,
      ihr seid hier immer als Stalker herzlich Willkommen:D so wie du es beschreibst, hört sich das alles wirklich super an. Wenn ich meine Worte so lese, habe ich es leider versäumt die Menschen die dies Tun genauer zu beschreiben oft sehe ich Menschen die rabiat ihren Hund gefühlt daran hindern zu Atmen, weil sie die Leine so kurz nehmen. Im Artikel ist das nicht so richtig rüber gekommen – aber löschen wollte ich ihn nicht, sondern aus meiner blonden Mähne lernen hahaha. Das Phänomen des „alles ist interessant“ finde ich immer spannend, weil Hunde haben 2 Möglichkeiten dies auszuführen einmal weil es ihn einfach interessiert und das andere Mal als sogenannte Übersprunghandlung. Ein super Thema. Eine Übersprunghandlung sind völlig unsinnige Handlungen von Hunden, wenn sie zum Beispiel stress haben. Vela hat oft bei Joggern sich angefangen zu welzen oder ganz laut und wild geschnüffelt – als Übersprung.

      Was deine Texte angeht bist du immer herzlich eingeladen dir alles von der Seele zu schreiben) wenn dich ein Thema mal richtig zum Schreiben animiert, werde ich gerne einen Gast Beitrag von dir veröffentlichen, wenn du dazu mal Lust hast. Was das Thema mit dem schlecken angeht, kann ich sagen. ICH KENNE das so gut. Vela ist sehr gut darin die Camelion Zunge zu machen, ich sitze nichts ahnend auf dem Sofa und bekommen für einen Bruchteil einer Sekunde die gerollte Zunge ins Ohr gesteckt. Lecker, na ja eher weniger. Auch beim Kuscheln oder heimkommen macht sie das. Lecken ist eine der häufigsten Verhaltensweisen des Hundes. Lecken dient der Nahrungsaufnahme, der Körperpflege und der sozialen Kommunikation. Oft werden mehrere Ziele gleichzeitig damit verfolgt – daher ist sagen, woran es genau liegtes, schwer auf die Entfernung zu sagen,. Hunde mögen auch den leicht salzigen Geschmack der Haut beim Schwitzen, wir fungieren als Menschlicher Salzstein. Was füttert ihr denn? Bei Vela habe ich festgestellt, dass es bei ihr viel um Aufmerksamkeit und Kommunikation geht. Velas Schleckerei ist weniger geworden, als ich Zugespielter gekauft habe. Vielleicht kennst du das z.B von Kong gibt es das also wirklich dinge wo der Hund nur der Zunge ran muss – oder Rindernasenscheidewände diese sind besonders verwinkelt und der Hund hat echt damit zu tun. Von meinem Empfinden ist es dann etwas besser geworden – aber wie gesagt es ist zumindest bei uns viel Aufmerksamkeit, weil man dieses Verhalten oft schlecht ignorieren kann. Egal welche Reaktion kommt – es gibt eine und die ist oft schon Bestätigung genug um weiter zu machen.

      siehst jetzt habe ich auch einen Roman hinterlassen 😀 Liebe grüße Anke und die Rasselbande

      • Yvo sagt

        Schönen guten Morgen,
        es ist nicht alles Gold was glänzt. Klappen tut es ja auch nicht immer, aber wäre ja auch langweilig.

        Oh, hör mir auf. Meine fängt entweder an sich zu kratzen, zu schnüffeln oder neuerdings, wenn man sich mit ihr beschäftigt und sie irgendwie nicht mehr mitkommt was man eigentlich von ihr will, dann wird gemeckert. Wuff. Das mit dem Kratzen war zu Anfang ganz schlimm, weil ich dachte, dass sie vielleicht eine Unverträglichkeit hat oder wunder weis was. Glücklicherweise stellte ich schnell fest, dass es sich legt, wenn ich das Lernpensum drossle.

        Ich glaube zu wissen was du meinst. Das müsste ich mal wieder ausgraben. Ganz zu Anfang hatte ich ihr so einen Kong Ball zum auslecken geholt, da ich nicht wusste mit was ich sie überhaupt beschäftigen kann. Bei so einem Überraschungspaket kann ja immer alles dabei sein. Das mit der Nase werde ich mal ausprobieren. 🙂 Ansonsten bekommt sie eigentlich immer Trocken- und Nassfutter. Bei Kauartikeln ist sie wählerisch, außer es handelt sich um einen Ochsenziemer, für den tut sie alles. Sogar klauen. Ich werde auf jeden Fall mal drauf achten und deine Tipps ausprobieren.

        Das du das kennst hat man schön auf deinem Instastatus gesehen. Morgendliches Ritual. ;D Ich musste so lachen, weil es gerade gepasst hatte.

        Liebe Grüße und einen wundervoll sonnigen Tag an euch alle,
        von Yvo und Kathy

  2. Pingback: Hundetrainerin – indivudueller & pauschaliesierte Dolmetscher für Hunde |

  3. Markus sagt

    Ich finds gut! Sogar echt gut. Das ist doch Logisch was Sie schreibt. Is doch 1×1 am Hund. Hallo?

  4. FrauVela sagt

    Liebe Socke,
    vielen Dank für deine Kritik, ich freue mich immer auch über andere Denkanstöße. Natürlich möchte ich nicht Pauschalisieren und sage das oben auch, dass es einfach meine Erfahrungen sind bislang. Es gibt bestimmt Hunde bei denen Stehen bleiben mehr wirkt. Doch laut meiner Devise ist das Kontra produktiv, da hat natürlich jeder seine Meinung und auch das Weiterlaufen kann man auf verschiedene Hundetypen anpassen.
    Ich reagiere auch oft menschlich, wie du schon schön gesagt hast, dafür sind wir auch Menschen 😀 Doch hündisch ist und bleibt hündisch und menschlich nun mal menschlich. Liebe grüße und einen Schönen Abend für euch!

  5. Ich gebe zu, dass ich diese pauschalen Listen mit x Dingen, die Hund mag, bzw. nicht mag pp. nicht so gut finde. Einiges trifft vielleicht auch auf den eigenen Hund zu, aber ganz ehrlich ist jedes Hund-Mensch-Team doch einzigartig. Was bei dem einen gar nicht geht, klappt bei dem anderen super.

    Zum anderen finde ich es etwas bedenklich pauschal zu sagen, dass man den Hun nicht wecken sollte. Man sollte ihn nicht aus seiner Träumen oder den Tiefschlafphasen wecken, aber wenn der Hund neben Dir schläft, Du ihn streichelst und er räkelt sich und hält Dir noch den Bauch hin, um dann weiter zu schlafen sehe ich das als unproblematisch an.

    Wir füttern Socke einmal in der Nacht, dazu stelle ich mir den Wecker. Manchmal schläft Socke und wir wecken sie durch Klopfen auf den Napfrand. Sie kommt dann zu uns ans Bett. Hier geht es gar nicht anders, als Socke zu wecken, denn ich muss morges früh aufstehen und kann es mit nicht erlauben, jede Stunde zu schauen, ob Socke wach ist. Im Übrigen legt sich Socke nach dem Futtern wieder in ihr Bettchen und schläft – ohne Sodbrennen – weiter. Was ist also schlimmer, wenn der Hund vor lauter Sodbrenenn nicht schlafen kann und sich die Pfoten wundleckt oder den Hund von zeit zu Zeit in der Nacht zu wecken.

    Wenn uns Dinge begegnen, sie Socke verbellt, wie Radfahrer, Jogger u.ä. bringen wir Socke ins Sitz, schirmen sie etwas ab und versuchen, dass Socke sich auf uns konzentriert. Mal mit einem weiteren Kommando, mal mit einer Streicheleinheit. Dies alles hat sich wunderbar bewährt. Socke weiß, dass ich mich in der Situation kümmere und die Sache im Griff habe, Insoweit hilft uns das Sitzen sehr. Vielleicht ist es nicht für jeden Hund gut, für uns schon.

    Zudem bin ich ein Mensch und handle menschlich. Dass ich mit der Stimme spreche hat Socke verstanden. Und wenn ihr sie bürste und ihre dabei leise sage, wie toll sie ist und wie lieb ich sie habe, ist das menschlich und schadet Socke nicht.

    Sie kann m. E. unterscheiden, wann ich sie anspreche, weil ich etwas von ihr möchte und wann ich auf meine hilflose menschliche Art mit ihr kommunizieren….

    Ich lerne gerne über unsere Hunde und versuche sie bestmöglich zu verstehen. Dennoch werde ich – gerade bei solchen Listen – auf Socke schauen und auf meinen Bauch hören….

    Hoffe, dass war jetzt nicht zu kritisch, aber ich konnte einfach heute nicht an mich halten…

    Viele Grüße
    Sabine mit Socke

    • Caroline mit Frieda sagt

      Woher weißt du denn, dass dein Hund das Wecken toll findet? Strecken und Dehnen heißt nicht unbedingt „ich finde, das geil“. Ich wecke Frieda nie, wenn Sie gekuschelt werden möchte, kommt sie zu mir. Zu deiner Verbellungstheorie frage ich mich, ja warum verbellt dein Hund das? weil du Aufmerksamkeit in die Situation bringst und dein Hund merkt das doch! Glaubst du nicht dein Hund, würde entspannter reagieren, wenn du entspannter bist und der Situation vielleicht keine Beachtung schenkt, wie eben durch das weiterlaufen? Dein Hund achtet doch auf dich und auf das, was du tust!! Kann bei solchen Aussagen leider nur den Kopf schütteln.
      Hunde sprechen kein menschlich und ich finde es wikrlich bedenktlich einfach zu sagen, mein Hund hat das zu verstehen. (wenn dein Hund bei Radfahrern bellt, reagiert er doch hündisch und nicht menschlich, also kann es ja nicht so gut sein bei euch oder?) Ein Hundehalter sollte emotionale Stärke zeigen und keine Hilflosigkeit, wie soll dein Hund dir dann vertrauen? Ich sehe hier keine Pauschalisierung! Sonst würde Sie sagen das all Hunde das Machen müssen. Es ist doch Fakt und Grundwissen der Hundeerziehung und keine Pauschalisierung für mein Verständnis..

      • Hallo Caroline,

        wenn Du meinst, dass es nicht gut ist, seinen Hund zu streicheln, wenn er schläft, dann lass es bitte. Ich schrieb im Übrigen nicht Strecken und Dehnen, sondern räkeln. Meine Meinung zu dem Thema kennst Du, wobei ich froh bin, dass Du unsere nächtliche Fütterung zur Gesunderhaltung des Hundes nicht kritisierst.

        Ich freue mich, dass die Autorin des Artikels wenigstens nichts gegen unseren Umgang mit Socke bei Joggern oder Radfahrern zu kritisieren hat. Im übrigen weißt Du überhaupt welche Rasse Socke ist und aus welcher Zuchtlinie sie kommt? Dies kann ja auch etwas mit dem Grund des Verbellens zu tun haben. kennst Du ihr Wesen und weißt, welche Erfahrungen sie gemacht hat?

        Wir haben das Sitzen so gelernt, es entspannt mich total, wenn ich weiß, wie ich eine Situation bewältigen kann. Zudem machen wird da jetzt schon über 5 Jahre und Socke weiß genau, was geschieht. Warum sollte ich etwas ändern, was sich bewährt hat. Warum sollte ich einen fast 10 Jahre alten Hund etwas ganz neues beibringen? Aufgrund Deines Hinterfragens und in Zweifel ziehens?

        Und Du kannst getrost den Kopf schütteln. Ich erlaube mit selbiges zu tun.

        Über Deine weiteren Äußerungen möchte ich mich nicht äußern. Ich denke nicht, dass Du meine emotionale Stärke beurteilen kannst.

        Im Übrigen bezog sich die Pauschlierung auf diese Art der Listen… Wie ich schon sagte, bin ich sehr froh, dass die Autorin des Artikel mich viel besser versteht.

        Mit sehr nachdenklichen Grüßen
        Sabine

  6. Caroline mit Frieda sagt

    Ich sehe das wie Frau Vela, du vermittelst deinem Hund nur noch mehr Stress, wenn du ihn quasi am Halsband nimmst. Dein letzter Punkt ist mir ehrlich gesagt noch nicht aufgefallen, muss ich mal mehr drauf achten 😀

  7. Ein ziemlich interessanter Artikel mit netten Denkstanstößen. Ich würde zwar nicht alles haargenauso unterschreiben (zb. finde ich den Einwand von Genki &Co ganz passend) aber ich manchen Dingen erkenne ich mich auch wieder und denke: Jap du hast Recht- darauf sollte man einfach mal verzichten. Zutexten zb – passiert mir sicherlich auch immer mal wieder..

    Liebe Grüße
    Lizzy mit Emmely und Hazel

  8. Ich finde deinen Artikel großartig, er beschreibt wie wir Menschen oft sind aber nicht sein sollten für unsere Tiere. Schön das du das erkannt hast. Ich bin übrigens auch der Meinung, dass man Hunde durch Training erfolgreich hinbiegen kann. Sehe ich an meiner Mutter. Ich kenne bislang keinen Trainer der als Methode hat: „Nimm deinen Hund so kurz, bis es nicht mehr geht“ Passiert dies nicht aus einer Verzweiflung der Halter heraus?

  9. wufflometer sagt

    Tötungsabsichten und Fleischwunden? Was hat das mit dem Artikel zu tun. Mei mei dein Hund,muss ja einiges mitmachen Genki.

  10. Johanna und Meckie sagt

    Hallo Genki und Co. Hab grad euren Kommentar gelesen und denk nur meine Güte… jeder hat seine Meinung, doch dies ist laut meiner Ansicht Blödsinn hoch 10. Erstmal, ist ein Hund mit Tötungsabsichten ein ganz anderes Kaliber!!! Ich weiß wovon ich Quatsch und man kann jeden Hund Körpersprachlich einschränken. Hunde reden nun mal so!! Das geht auch MIT Körperkontakt! Man muss es nur Lernen. Hundehalter die ihre Hunde so eng nehmen, dass die armen Tiere ersticken sollten selber mal an die Leine kommen und sagen ob es die Situation verbessert oder verschlechtert! Den „Guten“ Grund den du hier aufführst ist einfach nur Grund = Unwissenheit!

    • Wow, noch mehr Urteile über Hunde und Halter, die man nicht kennt. Für mich spricht DAS von Unwissenheit von jemandem, der noch nie mit so einem Hund umgehen musste. Vom hohen Ross herab urteilen, aber wenn der eigene Hund dann plötzlich Mal eine ordentliche Fleischwunde hat, weil man man einen völlig austickenden Hund nicht mit Körpersprache einschränken kann, dann ist das Geschrei groß. Ich wünsche dir, dass du niemals in diese schwere Situation kommen musst.

  11. Ich mag es ja nicht so sehr, wenn man Verhalten anderer Hundebesitzer kritisiert ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob es nicht vielleicht einen Sinn hat. Wenn ich meinen Hund, wenn wir an anderen Hunden vorbeilaufen, nicht so kurz an die Leine nehme, dass es quasi an mir kleben muss, riskiere ich, dass er einen Satz nach vorne macht und sich Mal eben in der Kehle des anderen Hundes verbeisst. (Und das hat auch nichts mit eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten oder einer eingeschränkten Kommunikation zu tun. Ganz ohne Leine würde er das in vielen Fällen ebenso machen) Es ist also nicht immer sinnvoll seinem Hund in so einer Situation Spielraum zu geben, wenn man ihn (im Gegensatz zu einem Aussenstehenden) kennt und weiss, welche Handlungen ihm dieser Spielraum ermöglicht. Da bringt es mir auch rein garnichts, wenn ich zwischen ihm und dem fremden Hund bin. Wenn ein Hund Tötungsabsichten hat, sind die Möglichkeiten da noch zu agieren sehr eingeschränkt, so dass man es erst garnicht dazu kommen lassen möchte. Sicherlich mag so etwas auf einen Hund, der einen normalen Umgang mit anderen Hunden hat, nicht zutreffen, aber ich denke doch eher, dass ein Großteil der Leute, die ihren Hund in solchen Situationen so kurz an die Leine nehmen, einen (guten) Grund dafür haben könnten.

    • FrauVela sagt

      Guten morgen liebe Genki, erst einmal vielen Dank für dein Kritik auch für die, bin ich immer sehr dankbar und freue mich drüber. Ja du hast Recht, ich beurteile andere Hunde und ihre Halter, weil es als Hundetrainerin jedoch mein Beruf ist. Ich gebe zu, dass ich auch Menschen die ich zum Beispiel im Wald treffe, analysiere (soweit das bei diesem kurzen Moment möglich ist) und mir meine Gedanken mache – ich glaube so geht es vielen, Berufskrankheit ;). Alle Artikel beruhen auf meinem bisherigen Erfahrungen und aus diesen heraus kann ich sagen, dass man selbst „diese“ Hunde durch gutes Training und richtige Kommunikation führen kann ohne die Leine auf ein Minimum von 5 cm zu reduzieren und die Situation noch schlimmer zu machen. Ich verstehe aber durchaus deinen Ansatz, dann hast du eben andere Erfahrungen gemacht wie ich.

      Liebe Grüße Frau Vela und Frauchen Anke

      • Wenn du Anregungen für ein gutes Training und richtige Kommunikation in solchen Situationen hast, habe ich dafür immer ein offenes Ohr. Allerdings haben wir schon einige Hundetrainer durch, die mit uns an diesen Situationen gearbeitet haben und bisher war scheinbar noch nicht der richtige Ansatz dabei.

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