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[Blogparade] Was ist Heimat? und wo findet man Sie?

Heimat, was ist das?

anwolf hat zu ihrer ersten Blogparade aufgerufen mit der Überschrift – Heimatorte und die Frage gestellt, woran wir denken, wenn wir an Heimat denken und ob Heimat eher Fluch oder Segen ist. Das Thema finde ich sehr spannend, weil Heimat ein sehr dehnbarer Begriff ist und somit bereits spannenden Blog Beiträge entstanden sind. Ich hoffe, wir schaffen es mit unsrer Definition von Heimat, heute ein bisschen mit einzureihen.

Heimat ist ein Gefühl …

Manchmal gehört man nicht an den Ort wo man aufgewachsen ist, sondern an den Ort wo es einen hinführt … ist das dann Heimat? Heimat ist nicht da, wo mein Name auf dem Klingelschild steht..

Für mich wirklich schwer, da ich in den letzen 8 Jahren mehr als genug beruflich umgezogen bin und ich würde es immer wieder tun – die Kunst zu verweilen liegt mir auf Dauer einfach nicht gut. Ich denke da schon fast emotionslos. Heimat ist da, wo ich grade wohne. Wo mein Freund ist und unsere Tiere sind. Wenn wir zusammen sind, dann bekomm ich das Gefühl von Heimat. Für mich ist es nicht direkt ein Ort, sondern ich definiere es über die die ich am meisten liebe und ich in meiner unmittelbaren Umgebung habe möchte – also ist Heimat da, wo sie sind. Die Vorstellung ein ganzes Leben an einem Fleck zu verweilen hat mit vor allen die letzten 10 Jahre viel Unbehagen gemacht. Der Sinn erschloss sich mir nicht, wenn Menschen voller Stolz erzählten, dass sie hier schon ihr ganzes Leben wohnen. Der Gedanke machte mir wirklich Angst.

Momentan ist unsere Heimat ein Fleckchen bei Karlsruhe auch dies wird sich bald wieder ändern. Was aber nicht heißt, dass wir unsere Umgebung nicht erkunden, kennenlernen und tolle, fast schon verwunschene Orte entdecken. Wir halten uns mehr als nur gerne draußen auf und haben gelernt trotz eines festen Wohnsitzes flexibel zu sein – soweit es möglich ist.

Heimat ist, wo ihr seid….

Heimat ist also jeden Tag wo anderes? Ein bisschen schon, wenn ich mit Vela in unseren Heimatwald gehe, fühle ich mich zuhause. Vela läuft genau zu den einem buddel loch, was uns bald kostenfrei nach China bringt. Sie rennt gezielt zu dem einen Baum, wo vor Wochen ein Eichhörnchen Zweige auf uns warf (Killerhörnchen). Ich ertappe mich bei dem Gedanken – oh heute sieht es hier als ganz anderes aus als gestern – ist das schon heimatdenken? Oder nur Erinnerungen?

Unser „Heimatwald“

Ich bin mir ziemlich sicher rund um Karlsruhe, haben wir die meisten Wanderwege abgewandert, auch das Murgthal fiel uns schon zum „Opfer“. Unser Heimat Wanderweg, ist jedoch und darüber freue ich mich sehr, direkt vor unserer Haustür im überschaubaren Bruchhausen bei Ettlingen. Hier erschreckt sich Kilometer um Kilometer, ein riesiges Waldgebiet mit Wanderwegen, kleinen Bächen, Seen und den eben ernannten Killerhörnchen. Jeden Morgen gehen wir hier laufen und wir drehen immer andere runden mit jedoch gleichen Eckpunkten, es ist wie ein kurzer Urlaub und das jeden Tag. Für mich ist es der Heimatwald.

Besonderes entspannt können Vela und ich hier laufen, die Wege sind weit einsehbar und wenn uns jemand entgegenkommt den wir grade mal nicht begegnen wollen, dann biegen wir einfach in einen der unzählbaren Seitenwege ab. Kieswege, Graswege oder ganze Sandbänke werde hier angeboten und Vela erfreut sich jeden Tag an den unterschiedlichen Strukturen unter ihren Füßen. Ja dieser Wald heißt für mich Heimat und bin mir sicher ich werde eine Träne vergießen, wenn das anderes sein wird.

Unterem strich, kann ich also sagen: Heimat ist für mich nichts Relatives, es sind orte, Gefühle und Menschen. Die mir das Gefühl vermitteln angekommen zu sein egal wo ich bin.

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