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Hundehäufchen – Die Geschichte einer Selbsthilfegruppe

Ich gründe hiermit eine Selbsthilfegruppe! Für Häufchengeschichten. Warum? Weil sich nur Hundebesitzer unsere Häufchengeschichten anhören möchten, dabei sind das doch die Topthemen unter den Besitzern, oder? Ich höre mindestens einmal am Tag eine Geschichte darüber. Habe ich etwa die falschen Bekannten? Was passiert mit meinem Leben wenn diese Geschichten überhand nehmen?

Du bist in der Gruppe, wenn du dich wie folgt benimmst: Du redest mehr wie einmal am Tag über die Häufchen deines Hundes? Egal ob Konsistenz, Farbe, Häufigkeit du bist ganz vorne mit dabei? Wenn andere darüber sprechen, hörst du angestrengt zu? Dann bist du hier, genau richtig.

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Jetzt mal so unter uns Hundebesitzer, also wirklich unter uns Hundebesitzer. Wie oft redet ihr über die Häufchen euer 4- Beiner? Genau, so oft. Das durfte ich vor ein paar Tagen auch spüren. Als ich mit einer nicht Hundebesitzerin und Freundin sprach. Es drehte sich über die typischen Dinge des Lebens. Wie geht es mir, wie geht’s dir. Da darf Vela natürlich nicht fehlen. Über Training und verhalten kam ich später total Feuer und Flamme auf … Ja genau ihre Häufchen. Traurig? Mir wurde schon beim ersten Satz fast der Mund zu getackert. Es hagelte fragen und allgemeines entsetzten: „Wie kannst du nur darüber reden?“ Oder „hört sich das wirklich jemand an? Schnell entstand eine kleine lustige Debatte darüber wie oft und wie intensiv Hundebesitzer darüber sprechen. Auch Tage später beschäftige mich dieses Thema noch.

Bin ich noch Gesellschaftstauglich?

Kann man mich als Hundebesitzerin, noch ohne Kontrolle auf die Menschheit loslassen? Oder reiße ich ein Loch aus tabu Themen in die Gesellschaft? Ich wurde noch etwas in meiner Überlegung bestätigt, als ich mit Vela spazieren ging und wie die üblichen Hunde an der Murg trafen. Das Übliche Hallo an alle und dann der Klassiker bei der Frage: Und wie geht es dem Ben? Antwort. Gut aber er hat etwas Durchfall, nicht schlimm. Darauf folge eine genaue Beschreibung der Farbe, konsequent und Dauer. Na lecker oder? Erstaunlich wie interessiert, man als Hundebesitzer oft dabei steht und mit argumentiert. Sind wir also nicht mehr gesellschaftstauglich? Gehören wir zu einer Gruppe aus ausgestoßenen? Sind wir die, die sich unter einer Brücke an der Tonne mit Feuer, Floskeln erzählen? Nach dem Motto weißt du damals …. Dieses eine Häufchen? Okay so schlimm ist es noch nicht und ich gelobe ein wenig Besserung aber vielleicht teilen ja von euch einige mein Problem // Ansicht // Geschichte denn eins ist klar bei mir gehört es irgendwie dazu und bei anderen scheinbar auch, sonst wurde es diese Gespräche ja nicht geben, oder? Die Mütter mit Kindern reden ja auch darüber.

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Häufchen im Alltag

Wenn ich mit Vela unsere runde drehe, und sie schafft es in einem wirklich großen Spaziergang nicht, sich zu lösen, werde ich ja schon fast nervös zuhause. Es herrscht eine allgemeine Anteilnahme zuhause auf die Frage; na war alles gut? Und ich antworte: Ja aber die hat nicht gemacht. Beherrscht also ein Häufchen unseren Alltag? Ganz klar, ja. Wenn Vela es nicht schafft sich zu lösen, gehe ich einige Zeit später noch mal, da ich sonst nicht zur Ruhe komme. Auch die Analyse vom Futter kommt dann noch dazu, wie viel hat sie heute gefressen und wie oft hat sie den schon gemacht? Ein Häufchen regiert den Alltag.

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Bringt so was wirklich Glück?

Im allgemein heißt es wer in einen Hundehaufen tritt, hat Glück? Puu kann ich jetzt nicht bestätigen und als Feldforschung möchte ich ehrlich gesagt jetzt auch nicht von Häufchen zu häufen springen. Aber es scheint ja schon etwas an Glück dabei zu sein, denn man hätte ja auch mit beiden Schuhen rein treten können.

 

 

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4 Kommentare

  1. Pingback: 13 Tatsachen die nur, wirklich nur Hundebesitzer verstehen | Frau Vela - Der Hundeblog

  2. Oh, ich fühle mich sofort aufgenommen. Das Thema Häufchen beherrscht den Alltag. 😉 Mütter sprechen auch über den Inhalt der Windeln, warum wir nicht auch über den Inhalt der farbenfrohen Tütchen, die wir des Öfteren mit uns mitschleifen. Gefüllt oder ungefüllt. 😉

  3. Oh yiiipiiiih! 😀 Endlich die perfekte Selbsthilfegruppe, ich dachte schon, ich sei die einzige, der es so geht! Zumal ich einen kleinen Haufenkünstler an der Leine habe, der gern versucht, Mauern hoch zu kacken oder seine Goldstücken unbedingt mit Präzision exakt zwischen zwei Zaunslatten hindurch zu kriegen, so dass es fast schade ist, die Kunstwerke dann einzutüten 😀

  4. Och, ich glaube, es ist total normal, dass sich bei uns Hundebesitzern viel ums Häufchen dreht. Bei Eltern zum Beispiel geht es ja auch recht häufig um den Kot ihrer Kinder, wie ich in meinem Bekanntenkreis mitbekomme. Wenn da Konsistenz, Farbe und Häufigkeit nicht passt, werden die auch immer unruhig.
    Aussenstehende können das oft nicht nachvollziehen, aber das macht nix. Ich versteh ja auch einiges nicht – zum Beispiel wieso man zweimal in der Woche sein Auto putzt und darüber spricht.

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