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Muss ich meinen Hund verkaufen?

Ja es ist amtlich, scheinbar muss ich meinen Hund verkaufen. Ich muss sie laut Meinungen anderer verkaufen an Onlineplattformen wie Gesichtsbücher, zwitschernde vögel oder rote Stecknadeln. Kann man als Bloggerin auch ohne auskommen? Heute möchten wir es mal aus unserer Sicht erzählen wie weit wir gehen und wann auch mal Schluss sein muss- jedenfalls für uns.

Ja auch uns gibt es noch nicht lange, grade mal seit August sind wir am Bloggen und haben bisher über 50.000 Seitenaufrufe, ich kann nicht mal sagen, ob das viel oder wenig ist, da ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe- doch mein Gefühl sagt mir, dass diese Zahl ein guter Anfang ist. Könnte es mehr sein, wenn ich überall angemeldet bin?

 

Zunehmend stelle ich mir eine Frage … Muss ich mich und meinen Hund prostituieren oder tue ich das gar schon? Blogger sind Menschen, die Aufmerksamkeit brauchen, wurde mir mal um die Ohren gehauen und ja ich muss sagen Blogs schießen nur so aus dem Boden und wenn es sich so weiter entwickelt ist Blogger bald bei der Arbeitsagentur ein fest eingetragener Job. Doch wie weit geht man dafür? Wie weit gehen wir dafür? Wie weit geht ihr?

Gesichtsbuch – blaue vögel – und Stecknadelköpfe sagen uns wir müssen immer und überall etwas posten. Ist das so? Kann ich nur so Erfolg haben? Ich gebe zu, ich habe mich schwergetan uns nicht gleich überall anzumelden und sofort alles in die Welt raus zu schreien. Denn viele Plattformen müssen auch immer mit Informationen gefüttert werden und dann bitte nicht mir gleichen, sondern am besten auf jeder Plattform etwas anderes damit man immer flexibel und vielschichtig von der Welt wahrgenommen wird- eine ganz schöne Arbeit.

Sind wir auf Gesichtsbuch?

Nein. Wir haben kein Facebook und ich gebe zu für unseren Blog möchten wir das auch nicht – privat habe ich mich vor 2 Jahren dort abgemeldet, nachdem es mir zunehmend weniger Freude bereitet hat. Hassartikel, Fakenews, 100000000 Katzenbilder oder Mandy & Sandy haben grade eine Coke getrunken, sind Nachrichten und berichte die mich zur Weißglut Getrieben haben. Also alles gelöscht und ja ich lebe noch und ja mir geht es gut damit und ja ich bekomme trotzdem mit, was in der Welt so passiert. Wahrscheinlich besser als vorher.

Doch eins ist klar, Blogs die auch eine Facebook-Seite haben, entwickeln sich etwas schneller, habe ich das Gefühl und trotzdem werden wir uns nicht anmelden – aus verschiedenen Gründen. Einmal weil wir ja einiges vorhaben und uns selbstständig machen, da wird es dann eine Gesichtsbuch Seite geben, denn als unternehmen ohne diese Seite bist du heute schon fast aufgeschmissen. Ich möchte keine gefühlt 30 Seiten verwalten. Der letzte Satz kann gleichseitig punkt 2 sein, ich muss mich auch jetzt noch an viele Einstellungen und ungeschriebene Blogger regeln ran tasten, da möchte ich mich auf eins oder maximal zwei Dinge oder Seiten konzentrieren. Viele Seiten hindern mich daran und überfordern mich auch zum Teil einfach noch. Also lieber organisch wachsen. Qualität vor Quantität.

Kann bloggen Leben verändern?

Früher hätte ich gesagt Nein. Das sind (entschuldigt bitte) selbst ernannte Hipster die ihren Chai Latte posten, ja ich gebe zu, so habe ich gedacht. Jedoch nur, weil ich mich nie wirklich damit beschäftig, habe. Ich hatte keine sehr hohe Meinung von diesen Menschen – in unserer Umgebung war vor 2 Jahren ein regelrechter Boom ausgebrochen und jeder bloggte über alles und jeden. Es war super anstrengend in meinen Augen. Nach dem Motto hast du auch gelesen, dass ich gestern einen Vogel gesehen habe!

Heute sage ich, ja es hat mein Leben verändert zum Guten wie zum weniger Guten, eins ist klar ich verbringe wesentlich mehr stunden vor meinem Rechner wie vorher, ich durchforste das Internet, tausche mich mit anderen Bloggern aus oder schaue mir die neusten Tools an. Das war eine ganz schöne Arbeit, für jemanden, der bei dem Wort Plug-in erst mal fragte, wie man das zubereitet. Ja ich war keine Leuchte in Dingen wie WordPress oder Plug-in. Doch ich habe mich gut eingearbeitet, und profitiere jeden Tag mehr davon. Natürlich hat sich auch für meinen Hund einiges getan, Frauchen hat immer einer Kamera dabei und speichert jeden kleinen Moment und teilt ihn mit unserer kleinen aber feinen Welt.

Prostituiere oder missbrauche ich meinen Hund?

Ich gebe zu, bei einigen Hundeblogs denke ich das …. Dies soll nicht abwerten oder gemein klingen doch ich persönlich finde es schrecklich den Hund mit hüten, Accessoire oder Kostümen anzuziehen, anzumalen oder zu behängen etwas was ich sehr häufig über die Weihnachtszeit gesehen habe, ihm oder ihr eine Lichterkette umhängen. Es ist natürlich alles nicht „schlimm“ doch ich bin kein Fan davon meinen Hund oder andere so zu sehen. Das liegt auf der einen Seite daran, dass ich durch meine Ausbildung inzwischen gut erkennen kann, was der Hund für Emotionen auf dem Bild ausdrückt. Nasenstellung Ohren Augen und Fell sprechen eine eigene Sprache und verraten viel ob der Hund das grade gerne tut oder nicht. Andererseits sehe ich einfach lieber Hunde in einer natürlichen Umgebung. Rennet im Wald oder schlafend im Körbchen sind Bilder die ich liebe.

Hat sich das Leben meines Hundes verändert?

Ja und nein. Eins ist klar, ich renne viel öfter mit meiner Kamera oder mit meinem Handy rum als vorher. Frau Vela wird daher „opfer“ meiner Kamera auf Spaziergängen oder auf dem Sofa. Doch eigentlich fange ich nur die Momente ein, die ich jeden Tag bei ihr beobachte, liebe und schätze um sie euch zu zeigen. Ich muss meinen Hund also gar nicht verkaufen, um zu bloggen. Ich muss sie weder anziehen noch anmalen noch Behängen und auch ohne viele online Plattformen überleben wir.

Wo man uns findet? Genau hier und auf Instergram.

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Liebe Anke,
    auch wir mögen deinen Beitrag sehr und wissen genau was du meinst. Die Kamera (egal ob Handykamera oder professionelle Ich-kann-alles Kamera) ist immer dabei. Deshalb finde ich es auch total gut, auf Instagram aktiv zu sein. Das ist sehr bequem, da alle, die uns auf Facebook folgen, auch die Fotos von Instagram sehen können und diese Bilder gleichzeitig auf unserer Website landen (danke WordPress ;)). Warum sind wir auf Facebook? Aus einem ganz einfachen Grund: Meine Familie hat zwar Facebook, aber kein Instagram. Klar, da bekommt auch meine Smartphone Mutti alle Aktualisierungen zuerst! Lustig ist auch, dass wir auf Facebook gar nicht so viele Abonnenten haben, sondern eher auf Instagram. Und das aus der ganzen Welt, was ich total toll finde, da dies schon zu einem schönen Netzwerk geführt hat. Und das nur mit Bildern und ein paar neumodischen Hashtags, ganz leicht! Und wer Näheres über uns erfahren möchte, besucht einfach unserer Website. Für uns ist das die schönste Lösung. Wir haben auch nicht den Anspruch überall gleich viele Abonnenten zu haben. Jeder liest so viel, wie er möchte.
    Und wir verstellen oder verkleiden uns auch nicht (außer mal schnell ein Halstuch) weil uns total wichtig ist, dass unsere Hunde sich wohlfühlen und nicht das Gefühl haben sollen, zu „funktioneren“.

    Bleib so wie du bist (bzw. ihr seid), denn so ist es wunderbar! Das Wichtigste ist doch, dass du das Gefühl hast, mit dir selbst zufrieden zu sein. Es pressen sich sowieso viel zu viele in Schablonen. Und genau, weil ihr das nicht macht, seid ihr so authentisch!

    Liebe Grüße,

    Sarah, Jacki & Ruby

    • FrauVela sagt

      Liebe Sarah, lieber Jacki & Rubi,

      vielen Dank für euche wirklich tollen Worte! Es freut mich sehr!!!

  2. Hallo 🙂

    Ich finde deinen Beitrag sehr gut, und kann getrost behaupten, dass ich mich nicht angesprochen fühle *jippieh*
    Wir haben zwar eine Gesichtsbuchseite, allerdings schreibe ich da tatsächlich nur, wenn ich einen Beitrag veröffentlicht habe. Und auf Instagram sind wir seit einiger Zeit inaktiv – das war mir tatsächlich zu lästig.
    Und mit Kostümen und Co. verkleide ich meine Hunde auch nicht. 😛

    Aber ich weiß, was du meinst.
    Erst vor kurzem hatte ich eher durch Zufall einen Blog gefunden, auf dem die Hunde irgendwie permanent verkleidet waren. Ich fand das fürchterlich und habe verzweifelt nach erschütterten Kommentaren gesucht, aber scheinbar hatte da niemand etwas gegen…

    Für eine kleine Fotosession wird der Hund es auch mal überlegen, eine Mütze auf den Kopf zu bekommen oder einen Schal um den Hals, aber gleich ein ganzes Kostüm? >.< ooohje!

    Liebe Grüße
    Alina mit Yumo und Yari

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