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Wandern mit Hund – Unterwegs auf der Schwarzwaldhochstraße

Halleluja endlich habe ich es tatsächlich geschafft unseren ersten Artikel über Wandern mit Hund zu schreiben. Wir wandern wirklich viel und probieren viele Wege aus. Doch bislang bin ich nie richtig dazu gekommen diese tollen Hundewege aufzuschreiben. Was sich nun langsam ändern soll. Dieser Artikel ist schon mal der erste Schritt dahin und ich freue mich echt, dass es endlich los geht’s.

Ein Vorteil von Karlsruhe ist und bleibt einfach der einfache weg in den Schwarzwald. Grade einmal 30 Minuten mit dem Auto sind wir von der Schwarzwaldhochstraße weg. Dementsprechend oft düsen wir doch hin. Letztes Wochenende waren wir auf dem Herrenwieser Rundweg unterwegs. Ich mag die Beschreibungen der Seite immer sehr und finde, hier kann man als Wanderfreund immer gut Stöbern. Heute berichten wir von unseren Erfahrungen mit Hund auf diesem Weg.

Die Anfahrt ist einfach und unkompliziert. Keine 300 Meter vom Weg erstreckt sich ein großer Parkplatz, wo bereits die erste hundefreundliche Wassertränke steht. Hier gibt es gleich 2 kleine Restaurant, wo man sich nach dem Laufen stärken kann.

Von da aus erstrecken sich einige Wege. Bedeutet der erste Kilometer ist immer gut besucht. Da wir an einem Wochentag hier waren (Freitag) war entsprechend wenig los.

Der Parkplatz mit dem Namen „Sand“ machte seinem Namen alle Ehre. Die ersten 2 Kilometer läuft man auf angenehmen Sand-Kies. Ein Highlight für uns an diesem Tag mit 23 Grad, war die Hundekneipkur. Entlang des Weges (eine leichten aber beständigen anstieg) floss am Wegrand viel Quellwasser runter, fast schon bachartig. Das war bestimmt dem Regen der letzten Tage geschuldet. Vela hat es jedenfalls voll genossen.

 

Nach dem Sandweg gab es immer wieder kleine Waldpassagen über grobe Wurzelbestände, die Vela und auch uns viel Spaß gemacht haben. Nach dem Wald-Spaß zweigten immer wieder Wege ab mit verlockenden Wegweisern. Verschiedene Wasserfälle und Seen, Aussichtspunkte oder Schluchten. Wirklich von allen etwas dabei.

Wir blieben unserem Weg jedoch treu und begaben uns zum ersten Aufstieg. Da musste Frauchen, doch das ein oder andere mal durch schnaufen – was Herrchen sehr amüsiert hat. Als wir nach dem „Anstieg“ auf der Badener höhe angekommen waren, entschädigt der Blick wirklich alles. Leider war es bei uns etwas durchwachsen und weit konnte man nicht schauen.

Doch Velas Highlight war der Turm der einen Rundum-Panoramablick über die Gipfel und Täler des Nordschwarzwalds bietet. Vela blühte auf dem Weg nach oben richtig auf und war sehr am Ausblick interessiert. Entsprechend erstaunt war ich, dass sie ohne Verwahrung an die Mauer sprang zum Schauen. Aber Hey auch sie hat den Ausblick verdient!

Vor kurzen sind neue Vesperbänke installiert worden, hier kann man toll essen und die Aussicht genießen. Da wir aber noch ein bisschen weg vor uns hatten, wollten wir zu einem späteren Zeitpunkt essen.

 

Also zum Abstieg, dieser war bei dem Wetter etwas beschwerlich aber machbar. Über viele nasse Steine erstrecke sich ein weg nach unten. Langsam aber sicher, zeigte uns Vela den richtigen Weg nach unten.

„Schau mal, da sitzen überall alte Menschen im Busch“

Ein Satz den wir nach unserem abstieg häufiger sagten und im gleichen Maße so viel lachen mussten. Immer wieder saßen Rentner mitten in den Feldern. Sie tauchten wie aus dem nichts aus und hatten eine Reihe an Körben und Taschen dabei. Später haben wir dann auch mal gesehen warum oder eher gesagt wofür. Wildheidelbeeren soweit das Auge reicht. Für viele die Sammelstelle schlecht hin! Überall sah man bückende Rentner und wir mussten echt lachen. Vela fand das ganze etwas stressig, da sie oft wie aus dem nichts auftauchten oder es einfach nur im Busch raschelte ohne Ende. Aber unterm Strich hat sie das wirklich gut gemeistert. Der Weg bewegte sich schlangenartig durch die Felder und der Ausblick war wunderschön. Links wie auch rechts. Immer wieder entdeckten wir kleine Wasserquellen und winzige Wasserfälle.

 

Nach 2 Zweiteren Weggabelungen ging es wieder berg ab und diesmal wirklich steil. Serpentinenartig bewegte sich der Schmale weg hinunter. Entgegenkomme Personen waren hier nun wirklich ein Problem, da ausweichen durch die dichten Bäume kaum möglich war. Uns kamen 2 mal Leute entgegen und wir standen wortwörtlich im Busch. Blöd aber wirklich machbar. Etwa auf der Mitte des Weges gibt es wieder eine kleine Plattform mit Sitzgelegenheiten.

Unten angekommen ist man auch schon am ersten der 2 Seen. Der Herrenwieser See ist ein Naturschutzdenkmal und darf nicht betreten werden. ABER es gibt entlang des Sees tolle Sitzgelegenheiten und die Möglichkeit das Menschen und Hunde an eine der schönen Sprudelquellen kommen. Natürlich findet man hier trotzdem mehrere Trampelpfade zum See, die wir aber nicht benutzt haben. Solche tollen Denkmäler sollten wirklich erhalten bleiben! Der See ist von ca. 20 Meter Entfernung auf jeden Fall ein Hingucker.

Auf dem Rundweg umläuft man den See und kommt fast ohne Umwege zu einer mega Aussicht auf die Schwarzenbach-Talsperre und See nur zwei. Hier war für uns der perfekte Rastplatz. Vela schmatzt an ihrem Essen und auch wir waren dankbar für Brezel und Landjäger.

Nun ging es eigentlich stetig leicht abwärts wieder auf Kies und leichten Sandwegen. Kleine Wasserfälle und quellen kreuzten immer wieder unseren Weg. An vielen Stellen konnte man die super Aussicht genießen und auch einen Moment da verharren. Nach etwa 11 Kilometer kehrt man langsam wieder in die Zivilisation zurück und man kam an 2 befestigten Straßen und den ersten Häusern vorbei. Hinter der zweiten Straße, ging es wieder im Slalom Berg auf! Nach knapp 1,5 Kilometer kommt man wieder auf den Anfangsweg mit Kies und Sand zurück. Von hier aus, sind es noch mal knapp  1,5 Kilometer zurück zum Auto.

 

Fazit uns hat dieser Weg wirklich gut gefallen. Er ist weder langweilig noch eintönig. Unterschiedliche Wege und Bodenbeschaffenheit, viel Wasser für Vela, tolle Aussichtspunkte und viele Möglichkeiten zum Pause machen und entdecken. Für gemütliche „Wanderungen“ mit Entdeckersinn sehr empfehlenswert. Sollte der weg doch zu schwer oder zu leicht erscheinen kann man immer wieder auf einen der anderen Wege ausweichen, erweitern oder abkürzen. Wir haben Richtung ende der Wanderung noch einen kleinen Schlenker von etwa 2 Kilometer gemacht. Ich bin sicher wir werden öfter vom Parkplatz „Sand“ starten und weitere Wege dort entdecken. Für Wandern mit Hund kann ich diesem weg wirklich empfehlen. Bis auf den schmalen Abstieg, sind die Wege breit gut einsehbar und leicht zu meistern für Hunde.

 

 

 

 

 

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1 Kommentare

  1. Argo - der kleine Hund sagt

    haha Hundekneipkur. Ist ja ein Geiles Wort! Super beschreibung. Ist das auch was für Ältere Hunde?

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