All in, Trainerleben
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Was kostet dich dein Hund?

Eine Frage, die mir letzte Woche gestellt wurde. Geld ist immer so ein Thema, manche Menschen halten in Bezug auf Haustiere und Hobbys ja gerne ihre Kosten dafür geheim. Andere prahlen richtig, wie viel oder wie wenig sie ausgeben für Maximales „was auch immer“. Eine gute Freundin wünscht sich einen Hund und stellte mir an einem Abend diese Frage. Was soll ich sagen, ich rollte erst mal meine aufgerissenen Augen und sagte etwas verlegen: „Au das ist eine echt gute Frage“. Ich wusste es wirklich nicht ganz genau… peinlich oder normal?

Als ich wieder zuhause war, stellte ich mir diese Frage dann noch mal: Ja, was kostet dich denn eigentlich dein Hund? Und mein zweiter Gedanke war: Oh Gott, das will ich lieber nicht wissen!!

Dieser Gedanke ging mir wirklich nicht aus dem Kopf. Was ist viel? Was ist wenig? Ich habe mich gefragt, ob andere Hunde Besitzer immer alle ihre Kosten in Bezug auf Hund vollkommen unter Kontrolle haben? Rechnet man jedes Leckerchen oder kleine Anschaffung gleich ins große Ganze ein?

Ich definitiv nicht, bei mir wäre das (leider) manchmal eine schätz Frage. Die berühmte Pi mal Daumen Schätzung. Dabei sind es meist die kleinen Dinge, die voll ins Gewicht fallen und den Geldbeutel schrumpfen lassen. Hier ein Kong, da eine Rinder Nase. Hat man diese kosten immer im Blick? Oder besser gesagt, sollte man diese kosten immer im Blick haben um am Ende nicht Blöd da zustehen? Wir haben das Glück oder eher die Zeit viele Dinge wie Körbchen, Hunde Napf oder Halsbänder selber zu machen. Da spare ich einen Großteil der Ausgaben ein und ich habe ein Unikat für meinen Hund, was ich auch immer besonders schön finde.

Ich gehöre definitiv zu der Kategorie lieber noch etwas Schönes für den Hund oder für die Katzen als etwas Schönes für mich. In meinem Geldbeutel gehen die Tiere vor. Ist das aber immer richtig? Früher war es wirklich schlimm bei uns. Ein Haufen Zeug für Vela und unsere Stuben Tiger. Sie waren eigene Zoo Wärter in einem Meer aus Spielzeug, Kuscheltieren und allerlei klim bim – was bei uns die Folge hatte, dass unsere Tiere nix mehr richtig toll fanden.Überfluss….. Also spendeten wir alles, was wir finden konnten. Nur wirklich wenig & wichtige Dinge haben wir behalten. Innerlich hat es mich zu Tode geärgert, denn jeder weiß, billig sind gute und nachhaltige Hundespielzeuge nicht. Wir haben uns den beliebten Satz zu Herzen genommen:

Weniger ist mehr.  Ich gebe zu, das musste ich mir erst einreden, im ersten Moment dachte ich: „Oh Gott der arme Hund“. Der Phänomen des Kleiderschrankes ausmisten kam erschwerend dazu. Nach dem Motto: Ach damit spielt sie doch noch …. Doch mein Freund zog das ganz nüchtern durch und ich gab nach. (Gott sei Dank)

Bei uns Trift diese Aussage nun voll und ganz zu! Vela liebt ihre Ente, die auf den charmanten Namen Polyester Nils hört. Ein schreckliches Teil, doch mein Hund ist schwer verliebt.

Ich bin oft froh, dass sie nicht mehr braucht und selbst wenn etwas anderes an Spielzeug da ist, ist Nils ihr Favorit in allen Belangen (dieses blöde teil). Auch unsere Stuben Tiger bevorzugen die beliebte Laserpointer Maus oder mal einen Puschel, denn ich immer selber bastle.

Wenn du nicht viel hast, liebst du deinen Hund ja nicht richtig! Stimmt das? Geht liebe nur noch durch den Geldbeutel? In der heutigen Zeit bestimmt. Leider. Ich glaube, bei vielen heißt es noch: Hast du viel, bist du viel. Egal ob bei Spielzeug, Leinen, Leckerchen und und und.

Für mich ist das totaler Blödsinn und ich bin wirklich stolz auf uns hier, das wir so viel Spaß haben und dafür oft (nicht immer) nur uns brauchen.

Als wir alles ausgemistet hatten, konnte ich beobachten, dass unsere Tiere viel mehr Interesse an dem wenigem Spielzeug gezeigt haben, als am Überfluss. Liebe sollte nicht nur über den Geldbeutel gehen. Zeit ist für mich das Wichtigste und kann man nicht kaufen. Ich denke, Vela ist glücklicher, wenn ich 3 Stunden mit ihr durch den Wald laufe, als wenn ich ihr ein neues Spielzeug kaufe.

Doch was gibt man den jetzt unterm Strich für den Hund aus? Was ist denn jetzt viel und was wenig? 

Ich bin der Meinung, dass man nie pauschal einen Betrag sagen kann, was ein Hund jetzt kostet und was wenig und was viel ist! Wie wir alle wissen, ist jeder Hund anders und jeder benötigt eine andere Ausstattung, ist anderes Fellpflege intensiv, zeigt unterschiedlich viel oder wenig Interesse an Spielzeug. Tierarzt und nicht kalkulierbare Krankheiten sind ausgaben, die man einfach nie berechnen kann, jedoch in der Anschaffung eines Hundes berücksichtigen sollte. Futter, Hundeschule usw. machen es einem nicht einfacher einen angeblich optimalen Betrag zu finden, was ein Hund denn nun kostet und was wenig und was viel ist. Ich finde es traurig und etwas amüsant, wenn ich Diskussionen, ja ganze Streits darüber lese, was jetzt gut und was wenig ist. Im Internet findet man dazu diese Tabelle.

Könnt ihr euch mir dieser Tabelle im ersten Jahr identifizieren? Wenn ich uns vergleiche, stell ich erst mal fest, wie groß die Spannweite dieser Tabelle ist: 200 bis 800 Euro für Futter ist jetzt nicht grade klein und zeigt wieder einmal, wie individuell Hunde sind und das so eine Tabelle irgendwie überflüssig ist …. (Scheinbar wohnen wir jedoch Hundesteuertechnisch doch sehr teuer, denn die beträgt bei uns guten 100 Euro …)

Was ich wirklich sagen muss, ist das Vela und unsere Katzen immer günstiger werden mit den Jahren. Aber nicht weil wir nachlassen in Qualität oder Menge, sondern weil ich inzwischen genau weiß, was sie gut finden und was nicht – so kann ich gezielt im Läden oder in online Shops einkaufen. Inzwischen sind wir auch richtige horter geworden. Sobald Futter oder Snacks im Angebot sind, wird gleich die mehrfache und dreifache Ausführung bestellt. So entstand ein kleines Lager, was sich aber total bezahlt macht. Grade die mäkelige Futter Art von Vela trieb mich lange nicht nur in den Wahnsinn, sondern auch gefühlt in den Bankrott.

Immer mal wieder Preise vergleichen und auch schauen was die Konkurrenz Shops machen gehören zu den Dingen, die ich gerne abends auf dem Sofa mache. Ich bekenne mich feierlich als Schnäppchen Jägerin. Inzwischen haben wir unsere finanzielle Mitte gefunden. Es gibt immer mal wieder ein Monat mit mehr und weniger ausgaben, dies wird sich aber auch nicht ändern.

Ich denke, wenn man viel ausgeben will, kann man das. Doch man muss es nicht unbedingt, um den Hund glücklich zu machen, in meinen Augen.

 

 

 

 

 

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3 Kommentare

  1. Ein toller Artikel zu einem sehr wichtigen Thema, denn vielen ist garnicht bewusst, was ein Hund in diesem Fall tatsächlich an Kosten mit sich bringt. Darüber sollte man sich unbedingt vor der Anschaffung auseinander setzen, damit man überhaupt entscheiden kann, ob man sich ein Hund leisten kann oder nicht.

  2. Erst einmal finde ich es klasse, wenn man sich die Frage, was so ein Hund eigentlich kostet stellt. denn ist der Hund erst einmal da und das Geld knapp, verzichten meistens die Hundehalter, was ich sympatisch, aber auch nicht richtig finde.

    Als wir Socke holten haben wir sehr viel gekauft. Es hat ja soviel Spaß gemacht. Heute wissen wir auch, was Socke mag, was sich lohnt zu kaufen und was nicht. Leider sind bei uns die Ausgaben deshalb nicht gesunken, weil wir auf mehr Qualität, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit achten. All das hat seinen Preis. Wir kochen für Socke und benötigen dazu die Hilfe der TU München die eine Ernährungsberatung neben Nährstoffen anbietet. Ganz ehrlich hätte ich nie gedacht, dass ich für so etwas Geld ausgeben muss.

    Dazu kommen Kosten für die Physiotherapie, die Tierheilpraktikerin und auch den Groomer, den ich aus Zeitmangel für die Fellpflege nach sechs Jahren das erste Mal in Anspruch nahm. Für die chronisch kranke Socke brauchen wir immer Medikamente und regelmäßige Tierarztbesuche. Und die Endoskopie hat fast einen vierstelligen Betrag verschlungen.

    Dabei habe ich jetzt keinen Faible für Leinen und Halsbänder, da man diese bei Socke nicht sieht und viele das Fell zu schnell verfilzen lassen. Aber ich habe einen faible für gute Bürsten und sonstigens Groomerwerkzeug. Und ein Shampoo mit Conditioner kostet auch etwa 40 Euro.

    Alles in allem kostet ein Hund schon einiges, aber man kann nie sagen genau wieviel das ist. Wir waren bereit für Socke die Kosten zu übernehmen und bereuene nicht einen Cent.

    Zum Schnäppchenjäger bin ich nicht geworden, werde ich auch nicht, weil mir das zu anstrengend ist und ich dazu zu wenig Zeit habe. Aber es ist natürlich prima, wenn man hier und da etwas sparen kann.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    • FrauVela sagt

      Liebe Sabine liebe Socke, wir achten natürlich auch auf gutes Spielzeug und sind auch echt froh das gute Qualität auch lange längt. Naja bis auf Nils dieses Blöde ding 😀 Vor allen auf Futter gehe ich mir diesem Abschnitt ein, da unser „ich ess das nicht Hund“ am Anfang mich einiges wortwörtlich gekostet hat. Doch du kannst davon da auch ein Lied singen 😉 Bereuen tue ich das auch nicht, aber ärgern tut es mich schon. Ja ich glaube es gibt Schnäppchenjäger und dann wieder keine. Wenn ich einen Kong statt für 39 Euro für 20 bekomme leuchten meine Augen und ich bekomm einen puls von gefühlt 300 hahah startet gut in eure Woche liebe Grüße Vela und Frauchen Anke

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